Auftaktsieg: Grabher erkämpft sich Australian-Open-Premiere
Anastasia Potapova hatte am Sonntag nach spektakulärer Aufholjagd vorgelegt und für den ersten Hauptbewerbssieg einer ÖTV-Lady bei den Australian Open in Melbourne seit Yvonne Meusburger-Garamszegi im Jahre 2014 gesorgt. Am Dienstag hat Julia Grabher nun nachgelegt: Die Vorarlbergerin ist in Down Under zum zweiten Mal nach den French Open 2023 in die zweite Runde eines Grand-Slam-Events eingezogen. Die Vorarlbergerin (WTA 95) kämpfte im Melbourne Park zum Auftakt die letztwöchige Gewinnerin des WTA-250-Turniers in Hobart, Elisabetta Cocciaretto aus Italien (WTA 56), nach 2:29 Stunden Spielzeit mit 7:5, 2:6, 6:4 nieder. Während Potapova (WTA 55) am Mittwoch in der dritten Partie ab 1:00 Uhr MEZ in der ANZ Arena die an 28 gereihte Britin Emma Raducanu (WTA 29) fordert, geht es für Grabher erst am Donnerstag um einen erstmaligen Sprung in die dritte Runde eines Majors. Ihre Gegnerin ist die auf 31 gesetzte Russin Anna Kalinskaya (WTA 33), es wird das erste Duell der beiden. Im Liveranking ist Grabher ein großer Satz nach vorne gelungen, sie nimmt bereits Platz 75 ein. Durch einen weiteren Erfolg könnte sie in die Top 70 zurückkehren.
Melbourne war für Grabher bis dato kein gutes Pflaster gewesen. Ihre Sieg-Niederlagen-Bilanz war bislang bei 2:5 gestanden, mit ihren einzigen beiden Erfolgserlebnissen in der Qualifikation 2022. Doch bei ihrem dritten Anlauf im Australian-Open-Hauptbewerb nach 2023 und 2025 sollte sich das ändern, trotz ihres 0:2-Rückstands im dritten Satz gegen Cocciaretto. „Ich bin natürlich megahappy, dass ich es gewonnen habe. Es war ein sehr hartes Match, sowohl vom Kopf als auch körperlich. Es war doch sehr warm“, so Grabher im Interview mit ServusTV. „Ich bin nervös gestartet, habe aber dann doch recht schnell mein Spiel gefunden.“ Nach einem etwas zu fehlerhaften zweiten Abschnitt „habe ich im dritten Satz versucht, das zu ändern, mich wieder mehr auf mein Spiel zu konzentrieren. Es ist mir auch gut gelungen, obwohl es hintenraus ein Kampf war.“ Für die Dornbirnerin war’s der Lohn für die Mühen in der Vorbereitungszeit auf die neue Saison: „Ich bin sehr happy, dass ich auch hier einmal eine Runde überstanden habe. Ich habe in den letzten Wochen und Monaten auch viel investiert und denke am Ende auch verdient gewonnen.“
Potapova und Miedler im Doppel erfolgreich
In den Doppelkonkurrenzen sorgten Potapova und Lucas Miedler für einen perfekten Tag in Rot-weiß-rot. Die Neo-Österreicherin gewann zusammen mit der Serbin Olga Danilović das Erstrundenspiel gegen Iryna Shymanovich (Belarus) und Solana Sierra (Argentinien) mit 6:3, 3:6, 6:0. Die Zweitrundengegnerinnen werden erst am Mittwoch eruiert. Miedler setzte sich indes mit dem Portugiesen Francisco Cabral (Portugal) gegen Mattia Bellucci (Italien) und Fábián Marozsán (Ungarn) mit 7:6 (6), 6:2 durch. Auch ihre nächsten Gegner werden erst am Mittwoch ermittelt.