Nationaltraining: Österreichs Nachwuchselite in der Südstadt
Einmal lädt der Österreichische Tennisverband 2026 wieder die besten österreichischen Spieler:innen in den Altersklassen U11, U12, U13 und U14 zum Nationaltraining ins ÖTV-Leistungszentrum Südstadt – inklusive sportmotorischem Test. Den Anfang hat dabei in diesem Jahr vom 27. Februar bis 1. März der Jahrgang 2014 gemacht. Bei den Burschen kamen die Top Sechs aus der ÖTV-U12-Rangliste geschlossen auf dieses unverbindliche Unterstützungsangebot zurück: David Richter (WTV; am letzten Tag dabei), Teodor Mihai Vasile (NÖTV), Tobias Thaler (KTV), Alexander Dreisiebner (STTV), Felix Binder (BTV; nur an Tag eins vor Ort) und Victor Freitas (NÖTV). Zudem war mit Louis Brunner (VTV), Nummer zehn im nationalen Ranking, der hochtalentierte Sohn des Ex-ÖTV-Präsidenten und EU-Kommissars Magnus Brunner im Einsatz. Bei den Mädchen nahmen mit Anastasia Weiler (NÖTV) und Anna Rauth (NÖTV) die zwei bestgereihten 2014er-Jahrgänge die Möglichkeit wahr, sich zusätzliche Expertise aus erster Hand zu holen. Auch Katharina Zmek (STTV) nahm teil, während Ella Giulia Eder (STV) krankheitsbedingt absagen musste.
Der Ablauf war wie gewohnt. Am Freitagvormittag stand wie immer der sportmotorische Test auf dem Programm, am Nachmittag dann Tennis, ein physiotherapeutischer Check mit Jan Schellmann und Athletiktraining mit Maximilian Lainer, der ÖTV-Konditionscoach Philipp Wessely vertrat. Am Samstag machte, wie üblich, Manfred Kogler mit Training im koordinativen Bereich den Start, und auch das Tennistraining kam nicht zu kurz, ehe es am Nachmittag nochmal an die Athletik ging. Am Sonntag wurden in erster Linie Punkte gespielt. „Der Tennisschwerpunkt ist am ersten Tag bei Vorhand und Rückhand gelegen und dann – wie schon beim letzten Mal auch – bei jenen Sachen, die im internationalen Vergleich aus meiner Sicht am relevantesten sind. Am Samstagvormittag haben wir uns in erster Linie der Spieleröffnung, bestehend aus Aufschlag, Return und dem ersten Ball danach, gewidmet. Am Nachmittag verstärkt den kurzen Bällen und wie man sie besser erkennt, an sie herangeht, sie früh nimmt und sie wegspielt. Und am Sonntag haben wir dann versucht, das Gelernte auch ins Punktespielen zu integrieren“, erzählte ÖTV-U12-Nationaltrainer Dominik Hutterer. Dabei waren natürlich auch die hochkarätigen Inputs von ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer (am Freitag) und Trainer Philip Gille (am Samstag und Sonntag) eine große Unterstützung.
Unterm Strich zog Hutterer ein zufriedenes Fazit: „Die Kinder waren motiviert, haben gut mitgezogen und waren auch interessiert an allen Sachen, die wir mit ihnen besprochen haben. Es waren diesmal – erkrankungsbedingt und weil zwei nur an einem Tag konnten – etwas weniger Kids als sonst mit dabei. Dadurch ist es aber für die anderen wohl noch intensiver gewesen, und so konnten sie sicherlich umso mehr für sich mitnehmen, denke ich. Letztlich können wir bei den Nationaltrainings immer nur Inputs mitgeben, aber die tägliche Arbeit mit den Spielerinnen und Spielern wird natürlich von ihren Trainerinnen und Trainern daheim gemacht. Wir versuchen, ihnen hilfreich zur Seite zu stehen – und hoffen, dass sie die Inputs dann auch einbauen und auf diesen aufbauen können.“ Die nächsten Nachwuchstalente haben dazu schon bald wieder die Gelegenheit, denn vom 13. bis 13. März geht bereits das nächste Nationaltraining über die Bühne. Diesmal mit dem Jahrgang 2015.