US Open: Behrmann sagt zum Abschied laut „Servus!“
Sag zum Abschied laut „Servus!“: Mit einer alles in allem großartigen Turnierleistung hat sich Thilo Behrmann bei den US Open nun von der höchsten Ebene des Nachwuchstennis verabschieden müssen. Bei seiner letzten möglichen Jugend-Grand-Slam-Teilnahme war der 18-Jährige in New York dank insgesamt vier Siegen zum ersten Mal bei einer der vier Topveranstaltungen in die Runde der besten Vier vorgedrungen. Hier kam der erfreuliche Erfolgslauf des Wahlburgenländers am späten Freitagabend nach MESZ jedoch zu einem Ende. Es brauchte dabei schon die Nummer eins der Jugendweltrangliste, um Behrmann beizukommen. Österreichs derzeit klar stärkster Juniorenspieler (ITF 6) musste sich dem topgesetzten Brasilianer Luis Guto Miguel, der mit 17 Jahren bereits die Nummer 660 im ATP-Ranking der Herren ist, trotz tapferer, rund 1:29-stündiger Gegenwehr letztlich mit 4:6, 4:6 geschlagen geben.
Behrmann hatte bei den French Open 2026 sein erstes Jugend-Grand-Slam-Viertelfinale erreicht. Dieses Abschneiden sollte er in Flushing Meadows gar noch toppen. Der Traum vom dritten österreichischen U18-Einzeltriumph bei einer der vier größten Tennisbühnen im Regelsport nach Jürgen Melzer (Wimbledon 1999) und Lilli Tagger (French Open 2025) sollte sich jedoch nicht erfüllen. Der Schützling aus der Thiem Academy Burgenland fand zwar gleich im zweiten Game die erste Breakchance vor, musste aber im nächsten Spiel selbst seinen Aufschlag hergeben und bekam keine Möglichkeit mehr, um den Rückstand wettzumachen. Im zweiten Satz holte Behrmann einen anfänglichen 0:2-Rückstand auf, kassierte allerdings postwendend erneut das Break zum 2:3. Einzig im letzten Game bot sich ihm bei 15:40 nochmalig eine Gelegenheit, ins Match zurückzukommen, doch dieses Unterfangen war nicht von Erfolg gekrönt. Dennoch dürfte sich das ÖTV-Ass am Montag im internationalen U18-Ranking erstmals unter die Top Fünf verbessern.